C-ZERO
Berlin,  Produkttest

Citroen Multicity Berlin

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Neben Car2Go, DriveNow und anderen Anbietern für Carsharing hat Citroen im vergangenen Jahr einen Service mit rein elektrisch motorisierten Fahrzeugen gestartet. Auf Berlins Straßen sind mittlerweile 350 der weiß-violetten Flitzer unterwegs. Ob uns der Service von Citroen überzeugen konnte, sollen die nächsten Zeilen klären. Wer lieber gleich einen Eindruck per Video haben möchte, kann gerne nach unten scrollen.

Anmeldung

Nach erfolgreicher Anmeldung auf der offiziellen Seite ist es nötig einen der Servicestände aufzusuchen. Dort werden die persönlichen Daten verifiziert und man erhält eine Kundenkarte. Dank der Kooperation mit der Deutschen Bahn kann man mit der Karte auch die Fahrzeuge der Flinkster Flotte nutzen. Ebenfalls ein nettes Gimick, wer mag kann auch das Angebot Call-a-Bike mit nutzen und fährt im günstigen Studententarif.

Finden…

Das Buchungssystem läuft ähnlich zu den anderen Angeboten ab.  Per App, Servicehotline oder auf der Homepage kann man nach dem nächstbesten Fahrzeug suchen und für 15 Minuten gratis reservieren. Die Kundenkarte kurz an das Terminal halten und das Auto ist startklar. Der obligatorische Gang rund ums Auto auf der Suche nach Schäden und zum Abklemmen des Ladekabels sollte aber nicht vergessen werden. Eine Eingabe einer PIN zur Freigabe des Citroen ist leider nicht nötig, bei Verlust der Karte kann das schnell teuer werden. Probleme beim Auffinden eines Fahrzeugs hatte ich bei allen Fahrten nicht. Doch das Appangebot sollte auch auf andere Geräte als Android und iOS betriebene ausgeweitet werden.

Fahren…

Beim Starten vermisst man eine Kleinigkeit. Ein Zündgeräusch. Das bleibt beim C-Zero nämlich aus. 100% elektrisch bedeutet halt 100% elektrisch. Dank des Elektroantriebs fährt sich der Kleine auch wunderbar flüssig. Kein Rucken bei den Schaltvorgängen wie man es vom Smart kennt und die Bedienung des Gaspedals wird prompt umgesetzt. In Sachen Ausstattung ist mir nur der fehlende Bordcomputer aufgefallen. Doch Navi, Radio inkl. CD, elektrische Fensterheber und eine Top-Klimaanlage stellen ein gutes Ausstattungspaket dar. Mit rund 100 Kilometern Reichweite bei voll aufgeladener Batterie kommt man im Berliner Raum gut zurecht.

Parken…

Überall im Geschäftsgebiet kann die Miete beendet werden. Auch bei Multicity ist das Parken wunderbar unkompliziert, denn Parkgebühren werden automatisch übernommen. Dank der Ladesäulen und Carsharing-only Parkplätzen lassen sich theoretisch vielerorts reservierte Parkplätze finden. Doch da wird einem als Nutzer unnötig das Leben schwer gemacht. Ein Bordcomputer würde hier schnell Abhilfe schaffen. Denn im Moment muss man sich entweder gut auskennen oder zum Handy greifen. Auch fällt das Geschäftsgebiet recht klein aus. Für eine Fahrt in die Berliner Randbezirke ist Multicity also ungeeignet.

Preismodell

Für die meisten sicherlich am interessantesten, die damit verbundenen Kosten. Bei einem Vergleich mit der Konkurrenz fällt auf: Multicity kann günstiger sein. Ab 20 Cent pro Minute und bis zu drei zusätzliche Passagiere kann Citroen preislich überzeugen. Wer den kleinen C-Zero über den Tag durchgängig mietet muss maximal 39 €uro löhnen. Bei einem Ladestand unter 50% bekommt man 10 Minuten gut geschrieben, wenn man das Auto lädt.

Fazit

Die Fahrzeugflotte und das Preismodell von Citroen ist attraktiv. Die Fahrzeuge sind geräumig genug für den Stadtverkehr und bieten ausreichend Platz für 3 Freunde und den Einkauf. Eine gute Ausstattung und das flotte Fahrgefühl können überzeugen. Lediglich der fehlende Bordcomputer und das kleine Geschäftsgebiet stellen einen großen Wermutstropfen dar. Da das Auffinden einer Ladestation in unbekanntem Gebiet umständlich ausfällt, laden viele Kunden die Autos auch mit schwachem Ladezustand nicht, obwohl die nächste Ladestation unweit ist. Ich hoffe darauf, dass die Kritikpunkte bei Citroen ernst genommen werden und für Abhilfe geschafft wird. Zum Abschluss noch ein kurzes Video von der Anmeldung bis zur ersten Fahrt.

 

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