Kinopus

Anleitung zum Unglücklich sein

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Wer eine Komödie erwartet hat, wird leider enttäuscht, so oder so ähnlich beginnt der Erzähler die Einführung. Tiffany Blechschmid (Johanna Wokalek) ist eine neurotisch-verträumte junge Frau, die in den ungünstigsten Momenten von ihrer Mutter (Iris Berben) heimgesucht wird. In Berlin Kreuzberg betreibt sie ein erfolgreiches Feinkostgeschäft. Ihr Leben, geprägt von morgendlichen Ritualen und der Erwartung nur Durchschnitt zu sein, erfährt eine Kehrtwende als ihr ehemaliger Klavierlehrer (Richy Müller) auf der anderen Straßenseite einzieht. Dennoch gestaltet sich ihre Suche nach dem Glück schwierig und wird wie es bei solchen Filmen gerne geschieht am Ende doch von Erfolg gekrönt. Anders als es der Sprecher propagiert handelt es sch sehr wohl um eine Komödie, um eine gute noch dazu. Der Film ist stimmig, die schauspielerische Leistung überzeugt. An einigen Stellen hat die Drehbuchautorin und Regisseurin Sherry Hormann (“Wüstenblume”, “Irren ist männlich”) jedoch eine etwas zu große Portion Kitsch an die Leinwand gebracht. Die meisten Frauen können sich sicherlich für den Film begeistern und auch Männer sollten ihren Spaß haben. Ob Kinder alle subtilen Feinheiten über das Gefühlschaos zwischen Männern und Frauen, Eltern und ihren Kindern oder auch unter Freunden erfassen und verstehen, wage ich nicht zu entscheiden. Doch auch die Kleinen kommen sicherlich auf ihre Kosten.

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